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HOCHZEITEN

Er ist seit ein paar Monaten da, dieser eine Gedanke...
26 Jahre lang habe ich Hochzeiten begleitet. Viele Samstage auf Einiges im privaten Bereich verzichtet. Nun habe ich vor ein paar Monaten den Entschluss gefasst, mit den Hochzeiten am Samstag aufzuhören.
Am vergangenen Freitag und Samstag habe ich zwei Hochzeitspaare auf ihrem Weg begleitet, die emotionalen Momente festgehalten, all das rundherum versucht einzufangen und dabei gespürt, dass ich dies freitags noch immer gerne mache und noch mehr gespürt, dass es für mich nicht mehr stimmt, die Samstage dafür herzugeben.

So ist es nun definitiv, dass ich ab kommendem Jahr keine Hochzeiten mehr annehme, die samstags stattfinden sollen. So viele junge Fotografen gibt es, die dieses Feuer für die Hochzeiten in sich haben. Es ist dem Brautpaar gegenüber nicht fair von mir, weiterhin Hochzeiten zu fotografieren, wo doch bei mir genau dieses Feuer fehlt. Ein Feuer, das es braucht, um 12-16 stündige Hochzeiten zu begleiten. Ein Feuer, das es braucht, um Dinge mitzumachen, die so überhaupt nicht mehr für mich stimmen.

Speziell finde ich, dass ich in den letzten drei Wochen von vier weiteren Berufskollegen genau dasselbe gehört habe. Es ist also nicht nur mein Empfinden, dass die Ansprüche immer höher und höher werden. Ansprüche, die sein dürfen, mit denen ich mich aber nicht anfreunden kann und will.

Mit jedem noch so kleinen Hochzeiteinsatz von gerade mal 90 Minuten bis zu 17 Stunden, habe ich über 330 Paare an ihrem grossen Tag begleiten dürfen. Ich habe so viele Emotionen miterlebt, so viele berührende Momente eingefangen und wunderbare Menschen kennengelernt. Ganz, ganz viele Brautpaare halten mir seit Jahren die Treue und buchen mich für Familien-Shootings, für Shootings von ihren Babybäuchen oder empfehlen mich weiter. Dankbar bin ich, all diese Menschen kennengelernt zu haben. Dankbar bin ich, den richtigen Moment zu spüren und sagen zu können, "es ist nicht mehr meins" und damit aufzuhören.

DANKE für die wunderbare Zeit, für das immense Vertrauen und auch die vielen lustigen Momente und schönen Gespräche. Es war eine tolle Zeit.

Ich freue mich darauf, nun vermehrt am Samstag Shootingtermine anbieten zu können. Oder ich kann mir einfach mal einen freien Samstag gönnen, den ich mit meinem Partner in der Natur verbringen kann.

 

VOM PRIVILEG, SICH NICHT
ENTSCHEIDEN ZU MÜSSEN

Seit bald 25 Jahren fotografiere ich professionell. Es ist ein Haifischbecken, jeder nennt sich heute Fotograf. Ich habe einen riesigen Wandel vom analogen zum digitalen mitgemacht und hatte 10 Jahre lang ein Fotostudio. Dieses habe ich damals aufgegeben, weil das Feuer in mir fehlte. Immer dasselbe, immer diese Bewerbungsfotos, immer das künstliche Licht. Es fiel mir leicht, das Studio aufzugeben und nenne seit dem 1.1.2018 die Natur mein Fotostudio. Ich habe alles verkauft, was mit dem künstlichen Licht zu tun hat, meine Ausrüstung wird immer kleiner. Denn unter dem Strich macht nicht die Kamera das Foto sondern mein Auge und mein Herz. Von Mitte März bis Ende Oktober habe ich ganz viele tolle Shootings. Jedes Shootings ist einmalig, hat sein eigenes Tageslicht und seine eigene Tagesstimmung. Das Feuer fing wieder an zu lodern.

Wenn man in dieser Branche zu 100% selbstständig ist, dann nimmt man über die Wintermonate entweder Indor-Aufträge an (z.B. Firmenreportagen, Klassenfotos usw.) oder sucht sich was anderes. Denn Geld verdienen sollte ich ja doch. Ich wusste aber, dass mein Feuer sehr schnell wieder auf Sparflamme gehen würde, wenn ich Aufträge annehmen würde, die mir zwar Einnahmen bringen aber überhaupt keinen Spass machen.

Im April 2021 habe ich mir einen Monat Auszeit genommen. Einen ganzen Monat lang keine Aufträge, nur spüren, was ich wirklich will. Schon immer haben mich Kräuter fasziniert und mein Partner gab mir freie Hand, im Garten anzupflanzen, was ich möchte. So entstand ein Kräutergarten, der übrigens in diesem Frühling verdoppelt wird.

Wenn man so intensiv mit den Kräutern arbeitet, kommt man früher oder später mit dem Räuchern in Berührung. So habe ich im 2021 diverse Räucherkurse gemacht und ca. 100 Kursstunden nur übers Räuchern absolviert. Ich habe Kräuter-Intensivkurse besucht und mir mit Online-Kursen ganz vieles über Kräuter beigebracht, wobei ich sagen darf, dass da schon enorm viel Wissen in mir war. Und ich bin wie die Kräuter in unserem Garten aufgeblüht.

Räuchern ist absolut nichts Esoterisches. Es ist ein uraltes Handwerk. Jeder trinkt Pfefferminztee wenn er krank ist oder gurgelt bei Halsschmerzen mit Salbei. Da glaubt man also an die Wirkung der Kräuter. Beim Räuchern gelangen die Wirkstoffe durch die Nase direkt ins limbische System. Warum sollten sie so nicht wirken?

Ist das nun esoterisch?

Mein feines Gespür, meine feine Wahrnehmung helfen mir sowohl beim Fotografieren, wie auch beim Räuchern. Ich wäre dumm, würde ich diese Wahrnehmung, meine Intuition nicht bei beiden Aktivitäten einsetzen oder?

Kann ich mir eine bessere Kombination vorstellen? Von März bis Oktober ist die Fotografier-Zeit und gleichzeitig hege und pflege ich den Kräutergarten und trockne die Kräuter. Die Räucherzeit ist das ganze Jahr, aber um einiges intensiver von Herbst bis Frühling und ich kann die getrockneten Kräuter zu Tee, Salz und anderen Köstlichkeiten verarbeiten und vor allem auch räuchern. Was will ich mehr? Sowohl das Räuchern wie auch fotografieren ist da und beides biete ich auch das ganze Jahr an. Es ist eher die Nachfrage von den zwei unterschiedlichen Dingen, die es in zwei Halbjahres-Jobs teilt. Aber das Feuer in mir lodert so das ganze Jahr. Der Titel dieses Beitrages sagt es bereits - "vom Privileg, sich nicht entscheiden zu müssen". Denn beides hat Platz.
Am 30. August 2022 schalte ich meine Webseite zu meinen Kräutern auf. Wenn dich interessiert, was ich so tue, schau mal unter www.seelen-fenster.ch.

Du möchtest mich als Fotografin für ein Shooting? Ich freue mich riesig über deine Kontaktaufnahme.

Du möchtest eine persönliche Räuchermischung oder hast Fragen zum räuchern?

Ich freue mich riesig über deine Kontaktaufnahme.

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KINDER SHOOTINGTAGE 2022

Zum 15. Mal finden in diesem Jahr die Kinder-Shootingtage statt. Wie freue ich mich auf die vielen Kinder, strahlenden Augen, die Kindersprüche und wer weiss, vielleicht macht mir auch in diesem Jahr ein

6-jähriger einen Heiratsantrag. :-)


Es ist jedes Jahr ein unglaubliches "zielen", wann denn der ideale Zeitpunkt im Herbst ist. Die Herbstferien sind in

all den Nachbarsgemeinden so unterschiedlich, dass im vergangenen Jahr tatsächlich über ganze vier Wochen lang irgendwo Ferien waren. Für mich ziemlich mühsam. Die einen Eltern denken, genau dann hätten sie Zeit für

ein Shooting. Viele Familien gehen aber im Herbst in die grossen Ferien.

Da ich von mitte August bis ende Oktober bereits viele und sehr intensive Aufträge habe (fast all "meine"  diesjährigen Hochzeiten sind in dieser Zeit), habe ich mich in diesem Jahr für ein etwas anderes

Modell entschieden.

So biete ich in den Schul-Sommerferien einen Monat lang Kinder-Shootings zu den üblichen Konditionen an. Ich denke, es gibt nur wenige Familien, die genau vier Wochen lang in den Ferien und/oder Lager sind. In diesen vier Wochen bin ich sehr flexibel. Mit diesem Angebot hoffe ich, finden alle, die möchten, einen passenden Termin bei mir. Ich denke, die Kappen kann man diesmal im Schrank lassen, hatten wir in den letzten Jahren doch Wetter von Kurzarm-Shirts bis Winterjacken und Kappen alles dabei.


Es ist wichtig, dass ihr bei mir per Mail oder telefonisch einen Termin macht und diesen dann auch einhält. Bitte schreibt bei der Kontaktaufnahme gleich euren Wunsch-Halbtag dazu. Ich schreibe innerhalb 24 Std. zurück und reserviere dir für weitere 24 Std. meinen vorgeschlagenen Termin. Sollte ich innerhalb dieser Zeit nichts von dir hören, gebe ich den Termin wieder frei.


Die Shootings finden wie immer im Schlössliwald in Beromünster statt (näheres bei der Anmeldung)

und werden vor Ort bar bezahlt oder per Twint. Ich fotografiere an diesen Tagen nur Kinder - keine

Fotos mit Mamis, Papis und/oder Grosseltern.


Ich freue mich über deine Terminvereinbarung.

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